Forschungsarbeit: Rechtspopulistische Parteien: Wettbewerbsvorteil durch mediale Kompatibilität?

Rechtspopulistische Parteien:
Wettbewerbsvorteil durch mediale Kompatibilität?

Eine Fallanalyse am Beispiel der Alternative für Deutschland

POLITICA – Schriftenreihe zur politischen Wissenschaft, Band 113

Hamburg 2019, 136 Seiten
ISBN 978-3-339-10750-3 (Print), ISBN 978-3-339-10751-0 (eBook)

AfD, Alternative für Deutschland, Fake News, Funktionslogik, Kompatibilität, Medien, Medienlogik, Medienwissenschaft, Nachrichtenwerttheorie, Partei, Parteienwettbewerb, Politikwissenschaft, Populismus, Rechtspopulismus, Wettbewerbsvorteil

Zum Inhalt

Die Medien – Wahlhelfer der Alternative für Deutschland? Diese Frage wurde vor allem nach der Bundestagswahl 2017 diskutiert. Das Verhältnis von populistischen Akteuren und Medien war in den vergangenen Jahren Gegenstand einer kontroversen Debatte. Der häufig angebrachte Vorwurf: die intensive mediale Berichterstattung sei Katalysator für populistischen Erfolg. Doch wie gestaltet sich das Zusammenspiel dieser beiden Akteure tatsächlich? Ist es eine Symbiose, von der beide Seiten profitieren? Oder handelt es sich vielmehr um eine zwanghafte Abhängigkeit? Um ein Gebundensein der Medien an gewisse Selektionskriterien – und ein aktives Nutzen ebendieses Sachverhalts durch die populistischen Akteure?

Um diesen Fragen nachzugehen, wird zunächst die Funktionslogik von Populismus genauer untersucht und ein kommunikatorisches Profil populistischer Akteure erarbeitet; der Schwerpunkt liegt hierbei auf der spezifischen Ausprägung Rechtspopulismus. Im Anschluss daran steht die mediale Logik im Vordergrund; die Basis hierfür bildet der nachrichtenwerttheoretische Ansatz. Die Zusammenführung dieser beiden Logiken legt die Annahme nahe, dass sich selbige so ähnlich sind, dass rechtspopulistische Akteure einen Vorteil im politischen Parteienwettbewerb haben – dieser Annahme liegt die Prämisse zugrunde, dass medienwirksames Arbeiten für politischen Erfolg heutzutage unabdingbar ist.

Die These der Kompatibilität von populistischer und medialer Logik (und dem daraus resultierenden Wettbewerbsvorteil populistischer Parteien) wird im empirischen Teil der Arbeit anhand des Fallbeispiels Alternative für Deutschland analysiert. Entlang verschiedener Reden, Aussagen und Interviews diverser AfD-Funktionäre wird aufgezeigt, wie stark die Funktionslogiken von Medien und Populismus ineinandergreifen und die rechtspopulistischen Akteure dadurch einen Wettbewerbsvorteil generieren können.

Die Abhandlung schließt mit einer Ergebniszusammenfassung und gewährt darüber hinaus einen kurzen Ausblick auf mögliche Entwicklungen, die es im Hinblick auf das weitere Zusammenspiel von Populismus und Medien zu berücksichtigen gilt.



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