Dissertation: Gewerbeverlust gem. § 10a GewStG

Gewerbeverlust gem. § 10a GewStG

Doppelstöckige Personengesellschaften und (Mit-)Unternehmeridentität bei Gesellschafterwechseln

Steuerrecht in Forschung und Praxis, Band 155

Hamburg 2019, 244 Seiten
ISBN 978-3-339-10742-8

Doppelstöckige Personengesellschaften, Gesellschafterwechsel, Gesellschaftsrecht, Gewerbesteuerlicher Fehlbetrag, Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag, Gewerbesteuerliche Verlustnutzung, Gewerbeverlust, Mehrstöckige Personengesellschaften, Mitunternehmeridentität, Steuerrecht, Umstrukturierung, Umwandlung, Unternehmenssteuerrecht, Unternehmeridentität, § 10a GewStG

Zum Inhalt

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Die Besteuerung von Mitunternehmerschaften gehört zu den dogmatisch anspruchsvollsten Bereichen des Unternehmenssteuerrechts. Die Rechtsfrage, ob sich ein Gesellschafterwechsel bei einer Personengesellschaft auf einen gewerbesteuerlichen Verlustvortrag auswirkt und – wenn ja – ob nur ein unmittelbarer Gesellschafterwechsel auf Ebene einer Unterpersonengesellschaft oder auch ein mittelbarer Gesellschafterwechsel auf Ebene der Oberpersonengesellschaft relevant ist, ist nicht ausdrücklich gesetzlich geregelt.

Der Autor stellt die Entwicklung der einschlägigen höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie die aktuelle Verwaltungspraxis dar. Im steuerrechtlichen Schrifttum wird die Thematik des gewerbesteuerlichen Verlustabzugs bei doppelstöckigen Personengesellschaften und die hierzu relevante Rechtsprechung kontrovers diskutiert.

Der Autor beleuchtet den Themenkomplex nach dem Wortsinn des Gewerbesteuergesetzes, der Teleologie der Gewerbesteuer, der Gesamtsystematik mit zivilrechtlichen, einkommensteuerrechtlichen und gewerbesteuerrechtlichen Vorschriften sowie der Gesetzeshistorie. Da das Gewerbesteuerrecht an das Einkommensteuerrecht und der gewerbesteuerliche Begriff der Unternehmeridentität an den einkommensteuerrechtlichen Begriff des Mitunternehmers anknüpft, wurde dem einkommensteuerrechtlichen Konzept der Einkünfteerzielung und der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von doppelstöckigen Personengesellschaften besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Schließlich werden verfassungsrechtliche Fragen zum Erfordernis der Mitunternehmeridentität näher beleuchtet und in den Zusammenhang mit der Parallelfrage bei Körperschaften betrachtet.

Über den Autor

Dr. Wilfried W. Krauß ist Rechtsanwalt und Steuerberater in Nürnberg. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Konzeptionierung steueroptimierter Strukturen und deren vertraglicher Implementierung, insbesondere im Zusammenhang mit Umstrukturierungen, M&A-Transaktionen, innovativen Finanzierungsinstrumenten und Unternehmensnachfolgeplanungen.



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