Dissertation: Ethnische Ökonomie im politischen Spannungsfeld

Ethnische Ökonomie im politischen Spannungsfeld

Das deutsche Genossenschaftswesen in der Vojvodina (1922–41)

Schriften zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Band 32

Hamburg 2019, 258 Seiten
ISBN 978-3-339-10726-8 (Print), ISBN 978-3-339-10727-5 (eBook)

Agraria, Antisemitismus, Deutsche Minderheit, Donauschwaben, Ethnische Ökonomie, Genossenschaften, Genossenschaftswesen, Geschichte 1918–1939, Jugoslawien, Landwirtschaft, Politik, Unternehmensgeschichte, Vojvodina, Volksdeutsche Wirtschaft, Wirtschaftsnationalismus, Wojwodina, Zwischenkriegszeit

Zum Inhalt

Genossenschaften einmal anders: Was im ursprünglichen Sinn als solidarische Wirtschaftsgemeinschaft gedacht war, entpuppte sich in Verbindung mit den politischen und kulturellen Organisationen der deutschen Minderheit in Jugoslawien als ein Instrument zur Stärkung der Machtposition gegenüber anderen ethnischen Gruppen in der Region. Aus der Perspektive des deutschen Genossenschaftswesens in der Vojvodina zeichnet die Arbeit von Bernd Robionek die Verläufe dieser Auseinandersetzung nach.

Da die 1922 gegründete „Agraria“ staatliche Finanzmittel aus Deutschland erhielt, verdeutlicht die Studie zudem eine bislang wenig erforschte Facette der deutschen Außenpolitik. Am Beispiel der Genossenschaften im ländlichen Raum zeigt sie, welche Rolle ökonomische Faktoren bei den Rivalitäten innerhalb der Minderheit und für den erstarkenden Antisemitismus in den 1930er Jahren spielten. Dabei lenkt sie den Blick auch auf die Widersprüchlichkeiten, die sich bei der politischen Ausrichtung einer ethnischen Ökonomie ergaben.



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