Forschungsarbeit: Im Anfang war der Name – Die Bardutzkys aus Österreichisch-Schlesien

Im Anfang war der Name – Die Bardutzkys aus Österreichisch-Schlesien

Bildung, Bedeutung und Verbreitung des Familiennamens Bardutzky

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 240

Hamburg 2019, 290 Seiten
ISBN 978-3-339-10710-7

Bardutzky, Familiennamen, Kontaktlinguistik, Namen-Morphologie, Namensgeschichte, Österreich, Onomastik, Ortsnamen, Schlesien, Slavistik

Zum Inhalt

Mit der Erforschung des bislang ungedeuteten Familiennamens Bardutzky, des Namens seiner im Jahre 1868 in Dittersdorf am Kirchberg / Dětřichovice, o. Bruntál, geborenen Großmutter, verbindet der Autor nicht nur einen Streifzug durch die europäische Namenwelt. Er durchforstete dazu zehn Jahre lang die Archive der Heimat seiner Vorfahren, der heute tschechischen Altvaterregion, sowie die Archive in Wien und Deutschland und stellt die umfangreichen Ergebnisse seiner Forschungen vor. Das Buch ist mit historischen Landkarten, Kopien der Primärquellen und Tabellen der Schreibvarianten des Namens reich illustriert und will in verständlicher Darstellung allen, die sich für die unbekannte Herkunft ihres Familiennamens interessieren, Mut machen, sich selbst namenkundlich zu betätigen.

Die Monographie beinhaltet die erstmalige sprachwissenschaftliche Erörterung der Entstehung, Entwicklung und Bedeutung des Namens Bardutzky unter Berücksichtigung der historisch geprägten politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sprachlichen exogenen Einflussfaktoren im Untersuchungsareal des ehemaligen Österreichisch-Schlesien. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ab dem 17. Jh. nur noch die Binnenwanderung einzelner Personen aus dem böhmischen und gesamteuropäischen Raum in das Untersuchungsareal erfolgte, wird der Bogen geschlagen zu einer allumfassenden, europäischen Recherche zur Frage, woher der Erstsiedler dieses Namens in eine sehr bedeutende deutsch-westslawische Kontaktzone zugezogen sein könnte. Im namenkundlichen Zentrum der Untersuchung stehen das Aufkommen und die Verbreitung des produktiven Suffixes -ski/-ský, ein weiteres Indiz für die über den Einzelfall hinausreichende Bedeutung dieser Studie. Breiten Raum widmet sie daher auch den Schreibvarianten in den historischen Quellen, wie z. B. Bardutzke neben Bardutzky und Bardutzkin, die auch von der Integration des Namens in das Schreibsystem anderer Sprachen, wie beispielsweise des Tschechischen, Polnischen und Sorbischen, abhängen.



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