Monographie: Wie irrt die Maschine? Probleme der maschinellen Übersetzung

Wie irrt die Maschine?
Probleme der maschinellen Übersetzung

TRANSLATOLOGIE – Studien zur Übersetzungswissenschaft, Band 23

Hamburg 2019, 204 Seiten
ISBN 978-3-339-10626-1 (Print), ISBN 978-3-339-10627-8 (eBook)

Deutsch, Evaluation, Fehlerhäufigkeit, Lexikale Semantik, Maschinelle Übersetzung, Modalität, Morphosyntax, Posteditierung, Qualität, Slowakisch

Zum Inhalt

Hat die Maschinenübersetzung Zukunft? Gehen wir einem Goldenen Zeitalter denkender Maschinen entgegen, die den menschlichen Übersetzer gleichwertig ersetzen können? Können Maschinen im strengen Sinn lernen zu übersetzen? Wie lernen sie es? Wie lernen wir, wie Maschinen übersetzen und lernen? Die Probleme sind zahlreich.

Eines scheint aber gewiss: Zunächst muss der Stand der Dinge dokumentiert werden: Was vermag die maschinelle Übersetzung heute? Ist sie fähig, das vielfach verzweigte Regelwerk der Sprache algorithmisch zu rekonstruieren, Nuancen sprachlichen Ausdrucks, schöpferische Leistungen und Regelverstöße nachzubilden?

Diese Studie legt maschinell erzeugte Übersetzungen aus dem Deutschen ins Slowakische zugrunde. Die Texte sind authentisch. Sie werden der journalistischen Sphäre und der Welt der Reklame entnommen.

Über das Sprachenpaar Deutsch/Slowakisch ist bis dato wenig publiziert worden, zumal unter translatologischem Aspekt. Dabei könnte die Übersetzungsanalyse erhellend wirken: Wie geht der Computer mit den besonderen Herausforderungen dieser Paarung um? Das Deutsche zeigt eine ausgeprägt polysynthetische Eigenart. Wie gibt das Slowakische die notorisch komplexen Komposita des Deutschen wieder? Wie der Computer?

Darüber hinaus werden allgemeinere Probleme der deutsch-slowakischen Maschinenübersetzung zu Bewusstsein gebracht und anhand zahlreicher authentischer Beispiele exemplifiziert. Dies betrifft u. a. Morphologie, Syntax, Lexik und Modus. Besonderes Augenmerk widmen wir der Frage, welche Kategorien für die Bewertung der Übersetzungen geeignet sind; Wenn im Slowakischen besondere Schwierigkeiten auftreten, drängt sich die Frage auf, ob bei der Evaluierung andere Kategorien als in anderen Sprachen anzuwenden sind.

Unser Ehrgeiz ist, allgemeine translatologische mit slowakistischen Betrachtungen zu verbinden. So hoffen wir, unterschiedlichen Bedürfnissen seitens unserer Leser Rechnung zu tragen. Darüber hinaus möchten wir einen bescheidenen Beitrag zur interdisziplinären Zusammenarbeit und zur Entwicklung der Maschinenübersetzung im vielsprachigen Europa zu leisten.

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