Dissertation: Bewegung und Psyche im Adipositasmanagement

Bewegung und Psyche im Adipositasmanagement

Auswirkungen einer Trainingsintervention im Boxen auf das psychische Wohlbefinden, das Körperbild, die Resilienz und das Selbstwertgefühl sowie das Barrieremanagement adipöser und übergewichtiger Frauen

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 193

Hamburg 2019, 314 Seiten
ISBN 978-3-339-10478-6

Adipositas, Adipositasmanagement, Barrieremanagement, Bewegung, Boxen, Embodied Cognition, Feeling Scale, Felt Arousal Scale, Frauen, ICF, Körperbild, Psychische Gesundheit, Resilienz, Selbstwertgefühl, Trainingsintervention, Übergewicht, Wohlbefinden

Zum Inhalt

Adipositas und Übergewicht sind weltweit eine globale Epidemie mit signifikantem Wachstum und einer starken Belastung für die Gesundheitssysteme. In dieser Dissertationsschrift wurden Adipositas und Bewegung aus der theoretischen Perspektive Systematisches Review zu Bewegung und Psyche im Adipositasmanagement und weiterführend aus der praktischen Perspektive Trainingsintervention im Boxen mit adipösen und übergewichtigen Frauen betrachtet. Die Ursachen liegen gesellschaftlich in intangiblen Kosten durch Stigmatisierung, physisch in schlechten Essgewohnheiten, Bewegungsmangel und auch schon intrauterin mit Einfluss auf die Genetik sowie psychisch mit einer starken Abnahme des globalen Selbstwertes. Umwelt und Kontext wirken als integrale Mediatoren.

Das Systematische Review nach Richtlinien des PRISMA-Statements (Moher et al., 2010) ergab 17 relevante Studien, die deutlich machten, dass das Wissen um die Komplexität des Körperbildes bei adipösen und übergewichtigen Frauen ein qualitativer Faktor bei der Evaluation spezifischer Effekte von Bewegungsinterventionen sein sollte. Damit wird empirisches Neuland betreten.

Die Intervention Boxen zeigte Effekte auf alle untersuchten psychologischen Variablen (Psychische Gesundheit, Körperbild, Resilienz, Selbstwirksamkeit und Barrieremanagement), jedoch unterschiedliche Effekte bei Adipositas und Übergewicht. Es wird die Beziehung zwischen körperlichen Aktivitäten und psychischen Dimensionen genderspezifisch im Bezug zu Boxen verdeutlicht und aufgezeigt, dass Boxen eine Möglichkeit ist, psychische Ressourcen von adipösen und übergewichtigen Frauen zu stärken.

Die Stärke dieser Dissertationsschrift ergibt sich aus der dargestellten Komplexität der globalen Wechselwirkungen zwischen der Zielgruppe der adipösen und übergewichtigen Frauen, psychischen Konstrukten und Bewegung theoretisch sowie der empirischen Erhebung der Konstruktkorrelationen, der langfristigen Effekte zu 3 Messzeitpunkten (t0, t1, t2) und der kurzfristigen Effekte von Aktivierung und momentan erlebter Stimmung während der Intervention.



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