Forschungsarbeit: Investitionsnachrechnung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage am Fallbeispiel

Investitionsnachrechnung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage am Fallbeispiel

Nachhaltigkeits-Management – Studien zur nachhaltigen Unternehmensführung, Band 37

Hamburg 2018, 74 Seiten
ISBN 978-3-339-10150-1 (Print), ISBN 978-3-339-10151-8 (eBook)

Cashflow, Diskontierung, Investition, Investitionsrechnung, Investitionstheorie, Kalkulationszins, Kapitalwert, Photovoltaik, Steuern, WACC

Zum Inhalt

Um den Vorrang erneuerbarer vor fossilen Energien zu etablieren, beschloss die Bundesregierung im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Der Ausbau der erneuerbaren Energien wuchs ab diesem Zeitpunkt in Deutschland fast exponentiell an. Dadurch mussten neue Gesetze verabschiedet werden, um auf den stetig wachsenden Markt der erneuerbaren Energien zu reagieren. Insbesondere erfolgte die gestaffelte Kürzung der Einspeisevergütung für erneuerbare Energien.2 Demzufolge passten sich dieses Gesetz und die Einspeisevergütung dem realen Markt an. Deshalb gab es in den letzten Jahren einen Ansturm auf den Ausbau von erneuerbaren Energien, um so schnell wie möglich – beispielsweise mit Photovoltaik oder Windkraftanlagen – an das Stromnetz gehen zu können, bevor die Einspeisevergütung und damit erzielbare höhere Gewinne weiter sinken.

Die gesicherte Einspeisevergütung war ein risikoarmes Geschäft und daher sehr anziehend für Investor_innen. Eine Folge dieser Umstände zeigt sich in enormen Zeit- und Projektdruck. Dadurch entstehen insbesondere bei der technischen Umsetzung sowie bei der Planung von Anlagen teilweise Fehler.

Es ist daher wichtig zu quantifizieren was genau für Fehler gemacht werden und wie sich diese Fehler in der Planung und der dazugehörigen Investitionsrechnung auswirken. Diese Fragestellung wird an einem konkreten Fallbeispiel analysiert.

In dieser Studie dient eine 2 MWp Freiflächen-Photovoltaikanlage als Ausgangspunkt. Die Anlage wurde im Jahre 2010 erbaut und ist offiziell im Dezember 2010 an das Stromnetz angeschlossen worden.

Die Autoren befassen sich zunächst mit einer Erläuterung der Grundlagen zur Nutzung von Solarenergie bis hin zur Technologie der Photovoltaik. Mit dem Ziel einer fundierten Investitionsrechnung erfolgt die Erläuterung der Investitionstheorie und der Investitionsrechnung.
Außerdem wird die Rechtslage vom Jahr 2010 zum Start des Projektes nachvollzogen. Aufbauend auf diesen Grundlagen befassen sich die Autoren mit einer Investitionsnachrechnung der Photovoltaikanlage des Fallbeispiels.

Es wird untersucht, ob die Prognosen der Ein- und Auszahlungen in den Jahren 2011 bis 2015 letztendlich zutreffen. Um Rückschlüsse über den vermehrten oder verminderten Ertrag zu ziehen, wird die Prognose der solaren Einstrahlung mit der tatsächlichen verglichen. Mit Hilfe der bis dahin gewonnenen Erkenntnisse wird eine neue Investitionsrechnung durchgeführt.
Abschließend wird dargelegt, inwieweit eine erneute Investition in eine vergleichbare Freiflächen-Photovoltaikanlage unter heutigen Bedingungen ökonomisch sinnvoll gestaltet werden kann, wobei die Erkenntnisse der bisherigen Berechnungen eine wichtige Rolle spielen.

Ziel dieser Untersuchung ist es, eine getätigte Investition in eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu validieren, um nachzuvollziehen, inwieweit es bei der damaligen Investitionsrechnung zu Fehlern kam. Indem diese Fehler genau identifiziert werden, können mit Hilfe der Investitionsnachrechnung zukünftige Ein- und Auszahlungen gegebenenfalls realistischer prognostiziert werden.

Diese Untersuchung beschränkt sich auf Investitionsrechnungen innerhalb der Beurteilungsphase einer Investition und fungiert als Kontrollrechnung. Nicht monetäre Aspekte können in dem Rahmen der Studie nicht vollständig betrachtet werden, es wird aber auf sie verwiesen.



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