Monografie: Grundzüge der Kunst der Landschaftsmalerei

Grundzüge der Kunst der Landschaftsmalerei

Cyclorama, Veduten und die Sehnsucht nach Arkadien

Schriften zur Kunstgeschichte, Band 68

Hamburg 2018, 280 Seiten
ISBN 978-3-339-10046-7 (Print), ISBN 978-3-339-10047-4 (eBook)

Donauschule, Kunst, Landschaft, Landschaftsmalerei, Natur, Poussin, Romantik, Turner

Zum Inhalt

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Von einer Landschaftsmalerei im engeren Sinn kann man bis zum Beginn des ausgehenden Mittelalters nicht sprechen. Dann änderte sich die Ansicht des Menschen über die Natur. In der Malerei trat an die Stelle einer durch Verkürzungen auf das Typische zielenden Darstellungsweise das Bemühen, Dinge der Natur möglichst genau in ihrer Individualität zu erfassen und bildlich darzustellen. Die Maler versuchten die Wirklichkeit ihrer Zeit und ihrer Welt durch genaue Beobachtung einzufangen Das betrifft nicht nur die neue Sicht auf den Menschen sondern ebenso einen neuen – ästhetischen – Blick auf die Landschaft.

Zeugnisse einer Darstellung von Landschaft als Hintergrund für eine Bilderzählung tauchen seit dem ausgehenden Mittelalter mit dem Übergang zur Renaissance in den Niederlanden auf. In Kalendarien und Stundenbüchern gibt es eine große Vielfalt von Landschaftsdarstellungen, sei es auf den Monatsbildern der Kalender oder als Hintergründe biblischer oder historischer Szenen. Hervorragende Beispiele der burgundisch-niederländischen Miniaturmalerei sind die sechs Stundenbücher für den Herzog von Berry. In der Gestaltung von Tiefenraum und Landschaft, den ersten Versuchen, Atmosphärisches oder die besondere Erscheinungsform von Tageszeiten im Bild darzustellen, ist die Buchmalerei der Tafelmalerei ihrer Zeit weit voraus. Erst mit dem Beginn der Ölmalerei werden dann auch für die Tafelmalerei die technischen Voraussetzungen bereitgestellt, die neuen Entwicklungen in der Buchmalerei im Tafelbild nachzuvollziehen.

Die Errungenschaften der niederländischen Ölmalerei in ihren Möglichkeiten für die differenzierte Darstellung von Lichtwirkung und Atmosphäre wurden durch die engen Handelsbeziehungen zwischen Italien und den Niederlanden schnell in Italien bekannt und angewendet.

In diesem Standardwerk von Michael Lausberg werden die Grundzüge der Landschaftsmalerei vom ausgehenden Mittelalter bis in die Gegenwart beschrieben. Schwerpunkte liegen neben der klassischen Landschaft im 17. Jahrhundert auf den italienischen Veduten und der niederländischen Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert. Dabei werden die wichtigsten Zeugnisse einer der schönsten Genres der Malerei eingehend analysiert und in einen historischen Zusammenhang gesetzt.

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